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Home/Wissen/Social Media im Krankenhaus
Social Media im Krankenhaus - Frau mit Smartphone und Social Media Reaktionen
Social Media
31. Dezember 2025
15 Min. Lesezeit

Social Media im Krankenhaus und in Kliniken

LinkedIn, Facebook, Instagram. Mit System statt Zufall.

Frank Hüttemann

Sie wollen sichtbar werden, Bewerbungen auslösen und Vertrauen aufbauen. Hier bekommen Sie einen klaren Fahrplan, der in der Realität von Schichtdienst, Zeitmangel und Datenschutz funktioniert.

Brand Check starten (20 Fragen, ca. 3 Min.)Erstgespräch vereinbaren

Social Media ist im Gesundheitswesen kein Spielplatz. Es ist ein öffentlicher Raum, in dem sich entscheidet, ob Menschen Ihnen vertrauen, ob Mitarbeitende bleiben, und ob Bewerbende das Gefühl bekommen: „Dort will ich hin."

Viele Kliniken posten zu selten, zu glatt oder zu beliebig. Das Ergebnis ist planbar: wenig Reichweite, wenig Resonanz, wenig Wirkung.

Diese Seite zeigt, wie Sie LinkedIn, Facebook und Instagram so einsetzen, dass Social Media zur verlässlichen Verlängerung Ihrer Arbeitgebermarke wird. Mit klarer Rollenverteilung, pragmatischen Formaten und einem Prozess, der auch dann läuft, wenn die Station brennt.

Inhaltsverzeichnis

1. Warum Social Media im Krankenhaus heute entscheidend ist2. LinkedIn, Facebook, Instagram: wofür welche Plattform taugt3. Recruiting und Reputation: das Zielbild4. Content, der im Klinikalltag machbar ist5. Prozesse, Freigaben, Datenschutz6. Ein 30-Tage-Plan für den Start7. Messung, die nicht lügt: KPIs8. Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden9. FAQ: LinkedIn, Facebook, Instagram

Warum Social Media im Krankenhaus heute entscheidend ist

Es gibt drei Realitäten, die Sie nicht wegmoderieren können.

Erstens: Menschen informieren sich, bevor sie sich bewerben. Sie wollen Gesichter, Haltung und Alltag sehen – nicht nur Benefits.

Zweitens: Vertrauen entsteht über Wiederholung. Wer nur sporadisch sichtbar ist, wirkt wie eine Organisation, die sich selbst nicht wichtig nimmt.

Drittens: Der Arbeitsmarkt ist kein Wartesaal. Bewerbende vergleichen. Sie vergleichen schnell. Und sie entscheiden emotional.

Social Media ist deshalb ein strategischer Kanal. Nicht weil es modern ist, sondern weil es die einzige Fläche ist, auf der Sie fortlaufend beweisen können, wie Sie ticken.

Was Social Media für Krankenhäuser und Kliniken leisten kann:

Recruiting

Mehr passende Bewerbungen, weniger Streuverlust.

Reputation

Weniger Gerüchtelage, mehr Verständnis und Rückhalt.

Kultur

Sichtbare Orientierung nach innen, weil Mitarbeitende erleben, was die Klinik für wichtig hält.

LinkedIn, Facebook, Instagram: wofür welche Plattform wirklich taugt

LinkedIn für Krankenhaus und Klinik

LinkedIn ist Ihre Bühne für Glaubwürdigkeit nach außen und Orientierung nach innen. Hier sitzen Führung, Fachpublikum, Multiplikatoren und auch viele Wechselwillige, die nicht aktiv suchen, aber offen sind.

Was LinkedIn stark macht:

  • Expertise sichtbar machen, ohne akademisch zu klingen.
  • Führung zeigen, ohne Selbstdarstellung.
  • Employer Branding argumentativ unterfüttern.

Formate, die funktionieren:

  • Führungskräfte, die offen über Führung schreiben.
  • Einblicke in Prozesse: So modernisieren wir die Notaufnahme, so binden wir Azubis ein.
  • Fachbeiträge von echten Praktikerinnen – bodenständig, nützlich, persönlich.
LinkedIn im Krankenhaus: Kompletter Leitfaden

Facebook für Krankenhaus und Klinik

Facebook ist regional. Es ist nah. Es ist oft unterschätzt. Gerade im Einzugsgebiet einer Klinik kann Facebook Vertrauen, Sympathie und Bekanntheit stabilisieren. Und ja: es kann auch Recruiting – wenn Sie die Inhalte richtig bauen.

Was Facebook stark macht:

  • Reichweite in der Region.
  • Dialog mit Angehörigen und Community.
  • Verstetigung durch Gruppen und Teilen.

Formate, die funktionieren:

  • Einblicke hinter die Kulissen – bodenständig und respektvoll.
  • Veranstaltungen, Aktionen, Teamtage.
  • Kurzvideos mit echten Menschen, kein Hochglanz.
Facebook im Krankenhaus: Kompletter Leitfaden

Instagram für Krankenhaus und Klinik

Instagram ist emotional, visuell und schnell. Es ist ideal, um Kultur, Teamspirit und Alltag in einem Ton zu zeigen, der Menschen abholt. Wenn Instagram gut gemacht ist, entsteht ein Gefühl: „Die sind menschlich – und die sind professionell."

Was Instagram stark macht:

  • Arbeitgeberkultur sichtbar machen.
  • Nachwuchs erreichen.
  • Stolz und Zugehörigkeit bei Mitarbeitenden stärken.

Formate, die funktionieren:

  • Reels aus dem Klinikalltag – ohne Patientendaten, ohne Sensationslogik.
  • Serien: „3 Dinge, die ich heute gelernt habe", „Schichtwechsel", „Ausbildung in 30 Sekunden".
  • Karussells, die Fragen beantworten: Bewerbung, Einstieg, Weiterentwicklung.
Instagram im Krankenhaus: Kompletter LeitfadenInstagram für Karriereseiten

Recruiting und Reputation: das Zielbild, das beides zusammenbringt

Viele Kliniken trennen Recruiting und Reputation gedanklich. In der Praxis ist es ein System.

Reputation ist der Boden. Recruiting ist die Ernte. Wenn der Boden trocken ist, wachsen auch die besten Anzeigen schlecht.

Ihr Zielbild für Social Media sollte so aussehen:

1

Wiedererkennbare Haltung

Wofür stehen wir, wie führen wir, was ist uns heilig.

2

Sichtbare Kompetenz

Was können wir, wie arbeiten wir, wie lernen wir.

3

Konkrete Einstiegswege

Wie bewirbt man sich, wie läuft Onboarding, wer spricht mit wem.

Wenn diese drei Ebenen in einem stabilen Rhythmus erscheinen, entsteht ein Effekt, den jede Klinik braucht: Vertrauen vor der Bewerbung.

Content, der im Klinikalltag machbar ist

Der größte Denkfehler lautet: „Wir brauchen mehr Content." Die richtige Wahrheit lautet: Sie brauchen ein einfaches System, das regelmäßig kleine, echte Beweise erzeugt.

Die 6 Themenfelder, die immer funktionieren

Alltag und Zusammenarbeit

Wie wir Schichten organisieren, wie Teams sich abstimmen.

Kompetenz und Qualität

Fortbildungen, Standards, neue Methoden, Lernkultur.

Menschen und Rollen

Pflege, Ärztinnen und Ärzte, Funktionsdienste, Therapie, Verwaltung.

Entwicklung und Karriere

Ausbildung, Studium, Fachweiterbildung, Laufbahnen.

Führung und Haltung

Wie Entscheidungen getroffen werden, wie Konflikte gelöst werden.

Zugehörigkeit

Rituale, kleine Siege, echte Anerkennung im Alltag.

Formate, die wenig Zeit fressen und viel Wirkung bringen

  • Serien statt Einzelposts: Gleiche Struktur, wechselnder Inhalt.
  • „1 Szene, 1 Satz, 1 Schluss": Ein Bild, eine Beobachtung, eine klare Aussage.
  • Vorlagen für Karussells: Bewerbung, Einstieg, Fachbereiche, Weiterbildung.

Tonalität: menschlich, professionell, ohne Kitsch

Social Media im Gesundheitswesen braucht Wärme, aber auch Sorgfalt. Sie dürfen nahbar sein, ohne privat zu werden. Sie dürfen stolz sein, ohne zu übertreiben. Und Sie dürfen Probleme benennen, ohne zu jammern.

Prozesse, Freigaben, Datenschutz: so bleibt es sicher und schnell

Wenn Social Media in Kliniken scheitert, dann fast nie am Content. Es scheitert an Freigaben und Unsicherheit.

Rollen, die Sie klar definieren sollten

  • Redaktion: plant Themen und Texte.
  • Produktion: Foto, Video, Schnitt, Templates.
  • Fachfreigabe: prüft Fakten, nicht Stil.
  • Endfreigabe: gibt final frei, mit klarer Zeitvorgabe.

Freigabe-Regel, die Tempo bringt

Definieren Sie eine Standard-Freigabe: Wenn innerhalb von 48 Stunden keine Rückmeldung kommt, gilt der Beitrag als freigegeben. Das ist unbequem. Genau deshalb wirkt es.

Datenschutz pragmatisch lösen

  • Keine Patientendaten. Keine Fallgeschichten, die rückverfolgbare sind.
  • Einwilligungen für Mitarbeitenden-Bilder schriftlich, zentral abgelegt.
  • Klare Guidelines für Kommentare und Direktnachrichten.
  • Ein Krisenmodus: Wer reagiert, wer entscheidet, wie schnell.

Ein 30-Tage-Plan für den Start

Sie brauchen einen Start, der nicht im Perfektionismus erstickt.

1

Woche 1: Klarheit

  • Ziele definieren: Recruiting, Reputation, beides.
  • Plattformen priorisieren: mindestens 1, maximal 2 zum Start.
  • Themenfelder festlegen und Rollen klären.
2

Woche 2: Setup

  • Redaktionsboard aufsetzen (Trello oder ähnlich).
  • 12 Beitragstitel planen.
  • Templates für 3 Serien erstellen.
3

Woche 3: Produktion

  • 1 Produktionstag: 30–60 Minuten Video und 20–40 Fotos.
  • 6–9 Beiträge vorbereiten.
  • Freigabeprozess testen.
4

Woche 4: Launch

  • Rhythmus starten: 2–3 Posts pro Woche.
  • Feedbackschleife mit Team: Was war leicht, was war schwer.
  • Nachsteuern statt neu erfinden.

Wenn Sie das strukturiert aufsetzen wollen, starten Sie mit dem Brand Check.
20 Fragen. Ca. 3 Minuten. Danach sehen Sie glasklar, wo Sie ansetzen sollten.

Brand Check starten

Messung, die nicht lügt: KPIs, die Ihnen Entscheidungen erleichtern

Wenn Sie nur Likes messen, steuern Sie im Nebel.

Messgrößen, die in Kliniken wirklich helfen

  • Bewerbungen mit Bezug zu Social Media (kurze Abfrage im Formular oder im Gespräch).
  • Qualität der Bewerbungen (passen die Profile besser).
  • Klicks auf Karriere-Seiten, Verweildauer, Kontaktaufnahmen.
  • Direktnachrichten und echte Rückfragen.
  • Mitarbeiterempfehlungen, die durch Posts angestoßen wurden.

Einfacher Grundsatz: Messen Sie, ob Vertrauen wächst und ob der Einstieg leichter wird. Alles andere ist Deko.

Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden

Fehler 1:

Alles ist Hochglanz, nichts ist echt.

Besser:

Echte Szenen, klare Botschaften, respektvoller Blick.

Fehler 2:

Social Media wird nebenbei gemacht.

Besser:

Feste Termine, klare Rollen, kurzer Prozess.

Fehler 3:

Jeder Beitrag will alles.

Besser:

Serien, klare Schwerpunkte, Wiederholung.

Fehler 4:

Datenschutz wird zur Ausrede.

Besser:

Guidelines schaffen Sicherheit, dann entsteht Tempo.

Fehler 5:

Keine Brücke zur Bewerbung.

Besser:

Klare CTAs, einfache Wege, wiederkehrende Hinweise.

FAQ: LinkedIn, Facebook, Instagram im Krankenhaus und in der Klinik

Welche Plattform ist für Recruiting im Krankenhaus am besten geeignet?

Das hängt von Zielgruppen ab. LinkedIn funktioniert stark für Fach- und Führungsrollen. Instagram wirkt besonders bei Nachwuchs und Kultur. Facebook stabilisiert regionale Reichweite und Vertrauen.

Wie oft sollte eine Klinik auf LinkedIn posten?

Starten Sie mit 1 bis 2 Beiträgen pro Woche. Entscheidend ist Regelmäßigkeit, nicht Masse.

Wie oft sollte ein Krankenhaus auf Instagram posten?

2 bis 3 Inhalte pro Woche sind ein guter Einstieg. Wichtig sind Serien, damit der Aufwand sinkt.

Funktioniert Facebook für Kliniken überhaupt noch?

Ja, vor allem regional. Viele Angehörige, Mitarbeitende und Multiplikatoren sind dort aktiv. Es ist ein Kanal für Vertrauen und lokale Bekanntheit.

Welche Inhalte dürfen Krankenhäuser posten, ohne Datenschutz zu verletzen?

Inhalte ohne Patientendaten und ohne rückverfolgbare Fallbeispiele sind sicher. Mitarbeitenden-Inhalte brauchen Einwilligung. Guidelines geben hier klare Leitplanken.

Braucht ein Krankenhaus Social Media Guidelines?

Ja. Guidelines reduzieren Unsicherheit, beschleunigen Freigaben und verhindern vermeidbare Fehler.

Welche Content-Ideen funktionieren in Kliniken besonders gut?

Serien aus dem Alltag, Kompetenz-Formate, Einblicke in Ausbildung und Entwicklung, Teamzusammenhalt, Führungsprinzipien.

Wie gehen Kliniken mit negativen Kommentaren um?

Mit klaren Regeln. Sachlich reagieren, Grenzen setzen, Eskalationspfad definieren. Nicht diskutieren, sondern moderieren.

Wie bekommen wir mehr Bewerbungen über Instagram?

Zeigen Sie Kultur und Einstieg. Kombinieren Sie echte Szenen mit wiederkehrenden CTAs und einer klaren Karriereseite.

Wie messen wir, ob Social Media Recruiting funktioniert?

Über Bewerbungsquellen, Qualität, Kontaktanfragen und wiederkehrende Resonanz. Likes sind ein Signal, aber kein Ziel.

Sollen Ärztinnen und Ärzte auf LinkedIn aktiv sein?

Wenn es zur Rolle passt, ja. Fachliche Sichtbarkeit stärkt Reputation und wirkt auch auf Recruiting.

Wer sollte Social Media in der Klinik verantworten?

Eine klare verantwortliche Person in Kommunikation oder HR – plus feste Ansprechpartner in Fachbereichen. Ohne Rollen wird es beliebig.

Weiterführende Inhalte

SEO, SEA und KI Suche im GesundheitswesenContent Marketing für Pflege und KlinikenPersonalmarketing im KrankenhausKlinikmarketingKarriereseiten und InstagramBrand Check: 20 Fragen

Ich hebe die Haltung hervor, die in Ihrem Alltag lebt. Und forme daraus eine Orientierung, die trägt.

Ich bin Frank Hüttemann, Markenstratege bei Pflege die Zukunft. Ich helfe Kliniken und Pflegeeinrichtungen, Positionierung, Arbeitgebermarke und Kommunikation in ein wirksames System zu bringen. Klar für Menschen. Eindeutig für KIs. #HüttemannHaltung

  • 30 Jahre Markenführung
  • 15 Jahre Pflegeexpertise
  • EEAT: Autorenseite, Cases, Vorträge
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