Wie ein einfacher Abschluss-Moment Spannungen reduziert.
In einem stationären Bereich häuften sich unterschwellige Spannungen. Im Alltag lief vieles sachlich gut, aber die Stimmung kippte häufig am Ende des Dienstes. Einzelne Mitarbeitende gingen frustriert nach Hause. Konflikte wurden selten ausgesprochen, sondern sammelten sich.
Es gab keine klare Struktur, um den Dienst gemeinsam zu beenden. Nach dem letzten Klingelzeichen eilte jeder in eine andere Richtung. Ärger über den Tag blieb unbenannt. Anerkennung ging unter. Die Leitung war oft schon im Büro verschwunden. Teams hatten keinen Moment, um den Tag einzuordnen.
Wir haben ein minimales Teamritual eingeführt, das am Ende jedes Spätdienstes zwei Minuten dauert. Alle, die im Dienst sind, treffen sich kurz an einem festen Punkt. Jede Person beantwortet drei Sätze: Heute war gut. Heute war schwierig. Morgen achte ich auf. Es gibt keine Diskussion, nur Zuhören. Wer möchte, kann danach kurz im kleineren Rahmen weiter sprechen. Die Leitung zeigt sich regelmäßig in diesem Rahmen, ohne den Raum zu dominieren.
Das Ritual schafft einen sicheren, kleinen Rahmen für Reflexion, ohne daraus ein großes Meeting zu machen. Positive Erlebnisse werden sichtbar. Belastungen werden benennbar, bevor sie sich festsetzen. Teams erleben sich als Gruppe, nicht nur als Einzelkämpfer. Die Leitung erhält kontinuierlich ein Stimmungsbild und kann früher reagieren.
Definieren Sie für die nächsten vier Wochen ein kurzes Abschritual mit drei Sätzen zum Schluss. Halten Sie es konsequent durch und fragen Sie das Team danach, was sich verändert hat.
Starten wir mit einem 30-Minuten-Gespräch. Wir zeigen Ihnen, wie Sie diese Idee konkret bei sich umsetzen können.
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